Onur Elci


Gründer & Partner der mobilen
Kocheinheit Kitchen Guerilla

Meine Leidenschaft
Die mediterrane Küche und gutes Essen

 

  • "Das macht einfach den Unterschied: nicht immer auf sicherem Grund zu gehen, sondern auf Wasser zu laufen und unkonventionell zu sein. Denn das Leben ist keine Linie, sondern eine Welle, die man reiten muss."

Q&A

mit onur Elci

Woher nimmst du deine Inspiration?

Ich glaube es sind Erfahrungen, Träume oder spontane Einfälle, die mich inspirieren. Bei Kitchen Guerilla schauen wir uns aber auch genau an, für wen wir kochen. Mein Bruder und ich setzen uns zusammen, blättern Kochbücher durch und lassen uns von dem jeweiligen Projekt, einer Stadt, einem Land oder einem Produkt einfach treiben. Das ist ein kreativer Prozess, bei dem das freie Denken das A&O ist. Gerade beim Kochen gibt es so viel zu entdecken: Zutaten, Menschen, Küchen, Zubereitungsarten – und das fasziniert mich.

Was treibt dich an und bestärkt dich, deine Ideen in die Tat umzusetzen?

Ich möchte mich ständig weiterentwickeln – persönlich und beruflich, denn damit identifiziere ich mich sehr stark. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich nicht vorankomme, bin ich schnell gelangweilt. Ich liebe das kreative Arbeiten, Menüs und Ideen zu entwickeln und daraus ein Business zu machen. Eine Idee an sich ist super, aber sie ist zunächst nicht fertig. Mich fasziniert, die Idee richtig anzupacken und sie zum Funktionieren zu bringen. Bei Kitchen Guerilla hatten wir keinen Business Plan. Wir hatten alle unsere kreativen Jobs und am Anfang war es ein Spaßprojekt. Dann sind wir immer weiter gewachsen und mussten uns letztendlich entscheiden. Wir haben einfach auf unser Bauchgefühl gehört. Ich stehe noch heute zu meiner Entscheidung und kann es mir auch gar nicht mehr anders vorstellen. Das Schöne daran ist, dass mir meine Arbeit Spaß macht. Die Liebe zum Produkt und zum Kochen treibt mich an. Wenn ich an die Anfänge 2009 zurückdenke, ist mir fast jede einzelne Minute in Erinnerung geblieben und ich weiß, dass wir uns alles selber Stück für Stück aufgebaut haben. Das ist sehr besonders für mich. Kitchen Guerilla ist für mich nicht nur ein Geschäft, sondern ein Teil meines Lebens, wie mein Kind. 

Wer ist dein größter Kritiker?

Mein größter Kritiker bin ich selbst. Gerade, wenn etwas nicht richtig läuft, frage ich mich immer, woran es liegt. Wenn es an mir liegt, dann versuche ich es mit aller Kraft zu verändern bzw. das nächste Mal besser zu machen. Aber ich bin auch nur ein Sterblicher und ab und zu entgehen mir sicherlich auch eigene Fehler ;-) In dem Fall habe ich aber immer meine Frau und meine Familie zur Seite, die mir mit ehrlichen Worten und gegebenenfalls auch Kritik zur Seite stehen.

Was ist dein Traum? Deine Vision?

Ich mag und liebe es, was wir bei Kitchen Guerilla machen. Es geht nicht darum, ein gutes Gericht auf den Tisch zu zaubern, sondern Menschen zusammenzubringen und Essen wieder zum sozialen Mittelpunkt des Lebens zu machen. Das entwickelt sich immer mehr. Ich möchte einfach, dass es so weitergeht, dass diese kreative Entwicklung nie aufhört. Ich bin niemand der sagt, ich möchte in 10 Jahren dort stehen. Ich weiß noch nicht einmal, was in zwei Jahren passieren wird.

Für die Zukunft wünsche ich mir auch mehr Zeit. Das ist ein Luxusgut, das man sich nicht kaufen kann. Zeit für mich, für tolle Projekte und Zeit, um neue Dinge zu lernen, um sich weiterzuentwickeln. Mein Bruder und ich möchten beispielsweise einen Jagdschein machen. Ich möchte aber auch viel Reisen und die Welt sehen. Es gibt noch viel zu tun.

Wie gehst du mit Fehlern / Niederlagen um?

Ich glaube jeder, der sagen würde „bei uns läuft alles super“, der lügt. Im Leben läuft immer etwas schief, aber das gehört auch dazu. Deswegen sage ich immer – auch zu meinen Mitarbeitern: es gibt keine Probleme, sondern Lösungen. Wenn es irgendein Problem gibt, dann geht es darum, weiterzumachen und eine Lösung zu finden. Das ist aber auch eine Einstellung, die man lernen und annehmen muss.

Das Wichtigste ist, dass man sich selbst vertraut. Mein Vater hat immer gesagt, man lernt nie aus und das ist doch das Tolle. Ich hoffe, dass ich bis zum meinem letzten Tag lernen werde und etwas Neues entdecke. Darauf freue ich mich auch. 

Welchen Rat würdest du anderen mit auf den Weg geben?

Für mich ist ganz klar: Wenn man das macht, was man liebt, dann trägt es, aus meiner Sicht, zu einem großen Teil zum Erfolg bei. Natürlich ist das kein Garant, aber im Idealfall sollte man sich selbst verwirklichen. Angst ist dabei ein natürlicher Zustand der total wichtig ist, aber es geht vielmehr darum, diese Gefühle zu kontrollieren und sich zu trauen. Und wenn es nicht klappt, dann ist es eben so, aber man hat es zumindest probiert. Andernfalls würde man nur bereuen, den Schritt nicht getan zu haben. Das macht einfach den Unterschied: nicht immer auf sicherem Grund zu gehen, sondern auf Wasser zu laufen und unkonventionell zu sein. Denn das Leben ist keine Linie, sondern eine Welle, die man reiten muss.

Onur Elci – Kitchen Guerilla

Maverick Skills – Wurst machen

Wurst machen

Zubereitung

Das Fleisch grob würfeln, ebenso den Knoblauch. Dann mit den weiteren Zutaten  und einem Schuss Glenfiddich in einer Schüssel ordentlich vermengen. Im Kühlschrank etwa eine Stunde zugedeckt ruhen lassen. Das marinierte Fleisch zweimal hintereinander durch die mittlere Scheibe des Fleischwolfes drehen, so dass ein grobkörniges Wurstbrät entsteht. Den Darm wässern und auf die Wursttülle des Fleischwolfs ziehen, das Ende zuknoten und die Wurstmasse langsam in den Darm füllen. Den gefüllten Darm alle 15 cm abbinden.

Die verführerische Würze vom Zimt und Vanille harmonieren hervorragend mit dem Glenfiddich Solera Vat 15 Year Old und heben die Aromen des Whiskys nochmals hervor.

 

600 g Rinderrücken
400 g Schweinebauch mit Schwarte
18 g Salz
10 g frisch gemahlener Pfeffer
10 g Piment
20 g frischer Knoblauch
10 g Kreuzkümmel
20 g Zimt
Mark einer Vanilleschote
1 Schuss Glenfiddich Solera Vat 15 Year Old
Zum füllen: 2 Meter Naturdarm

 

Maverick Skills – Grillen im Erdloch

Maverick Skills – Whisky genießen